Lehre

 

Universität Osnabrück, Fachbereich Sozialwissenschaften

Wintersemester 2013/14

im Bereich "Problemfelder internationaler Politik":
1.126: American Decline – Mythos oder Realität? Die Supermacht USA im 21. Jahrhundert

Die USA sind die einzige Supermacht des 21. Jahrhunderts. Unkenrufe, sie könnten diese Rolle bald verlieren, sind zwar alles andere als neu. Sie finden jedoch im Jahr 2013 vor dem Hintergrund der Veränderungen im internationalen System und der innenpolitischen Krise in den USA mehr Gehör. Schwellenländer wie China, Brasilien oder auch Indonesien gewinnen international nicht nur an wirtschaftlichem, sondern auch politischem Gewicht. Gleichzeitig kämpfen die USA derzeit mit internen politischen Problemen, die mittelfristig ihre internationale Strahlkraft beeinträchtigen könnten.
In diesem Blockseminar möchten wir uns daher der Frage widmen, was an der These vom sogenannten American Decline „dran“ ist – welche Rolle spielen die USA im internationalen System des 21. Jahrhunderts? Was macht sie weiterhin stark, was schwächt sie? Nach einer kurzen empirischen und theoretischen Einführung werden wir uns der Fragestellung von verschiedenen Perspektiven aus nähern. Im ersten Teil behandeln wir die Krise des politischen Prozesses in Washington. Im zweiten Teil geht es um die wirtschaftliche und soziale Lage in den USA. Der dritte und größte Teil widmet sich der Außenpolitik der Obama-Administration: Gibt es eine Obama-Doktrin? Wie kam es zur strategischen Hinwendung nach Asien? Und ist es Präsident Obama tatsächlich gelungen, das Image der USA nach den George W.-Bush.-Jahren wieder zu verbessern?

 

Wintersemester 2012/13

im Bereich "Problemfelder internationaler Politik":
1.103: Die Außenpolitik der USA

Die einzig verbliebene Weltmacht USA spielt zu Beginn des 21. Jahrhunderts auch weiterhin eine zentrale Rolle in der internationalen Politik. Zwar gewinnen Schwellenländer wie China, Brasilien oder Indien zunehmend an wirtschaftlicher und politischer Bedeutung. Die USA bleiben jedoch weiterhin der entscheidende Akteur auf der Weltbühne. Für Deutschland und Europa sind die Vereinigten Staaten nach wie vor einer der wichtigsten Handelspartner und unverzichtbarer Verbündeter in der NATO.
Wie aber bestimmen die USA den Kurs ihres Handelns in der Welt? Wie wird US-Außenpolitik gemacht? In diesem Blockseminar widmen wir uns außenpolitischen Entscheidungsprozessen in den USA. Der erste Teil des Seminars umfasst eine Einführung in das politische System der USA und die Leitlinien amerikanischer Außenpolitik. Zudem werden wir uns mit verschiedenen Akteuren, vom US-Präsidenten über den Kongress bis hin zu verschiedenen Interessengruppen und ihrer Rolle im politischen Prozess beschäftigen. Wie US-Außenpolitik entsteht soll im zweiten Teil des Seminars anhand verschiedener Fallbeispiele empirisch nachvollzogen werden: Wie kam es zur Entscheidung für den Irakkrieg 2003? Warum hat das US-Embargo gegenüber Kuba auch zwanzig Jahre nach Ende des Kalten Krieges noch Bestand? Warum haben sich die USA bislang nicht zu einer festen Reduktion von Treibhausgasen verpflichtet?

Henriette Rytz | mail[at]hrytz.de
UA-47453033-1